tide in eigener sache

Aktuelles zu den geplanten Kürzungen

31.10.2016 | Die Minsterpräsident_innen haben entschieden: Der Medienbeitrag wird nicht gesenkt. TIDE-Geschäftsführerin Claudia Willke erklärt, wie es nach der für uns guten Nachricht weiter geht.

Viele haben es sicher bereits gelesen oder gehört: Die Ministerpräsidentenkonferenz hat am letzten Donnerstag (27.10.2016) beschlossen, den Rundfunkbeitrag nicht zu senken. Damit hat TIDE den nächsten wichtigen Schritt zum Erhalt des Bürgerradios genommen! Diese Nachricht ist erst mal eine große Erleichterung für uns alle.

Trotz dieser guten Nachricht bleibt ein grundsätzliches Problem bestehen: TIDE wird ab 2017 empfindliche Kürzungen hinnehmen müssen. Unser Budget ist prozentual an den Haushalt der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MAHSH) gekoppelt. Aktuell erhalten wir 11,5% der Rundfunkbeiträge, die an die MAHSH fließen. Das Amt Medien hatte im Frühjahr beschlossen, diesen Anteil auf 10,4% zu kürzen. Nach Verhandlungen konnten wir die Kürzung verringern: Das Amt Medien hat TIDE rund 11% zugesagt.

Jetzt ist für uns wichtig, dass das Amt Medien Wort hält. Ich werde mich in den kommenden Wochen darum kümmern,  dass dies wie versprochen in den neuen Medienstaatsvertrag aufgenommen wird. Dieser tritt ab 1. April 2017 in Kraft.

Wir wollen unsere Qualität an Betreuung und Öffnungszeiten zukünftig genauso erhalten wie freien Kaffee. Deshalb überlegen wir, wie wir zusätzliche Einnahmen generieren können: Über Sponsoring oder einen TIDE-Förderverein (für Radio- und TV Produzent_innen und Fans des Senders) könnten wir die Kürzungen zumindest teilweise kompensieren. Da sind wir noch im Planungsstadium und für gute, umsetzbare Ideen offen.

Aber zuerst einmal freuen wir uns, dass uns das Bürgerradio auch 2017 erhalten bleibt und unsere Radioproduzent_innen weiter auf TIDE 96.0 senden können! Ich möchte mich bei allen bedanken, die sich für den Erhalt des Radios eingesetzt haben und TIDE aktiv mit Zeit und Engagement unterstützt haben.

Bis zum nächsten Mal in eigener Sache

Claudia Willke

(Geschäftsführerin und Chefredakteurin)


Ältere Texte: 

14.10.16 | Ende Oktober entscheiden die Ministerpräsidenten über eine Finanzierungsgrundlage von TIDE: die Höhe des Rundfunkbeitrags. TIDE Geschäftsführerin Claudia Willke erklärt einige Hintergründe.

Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hat vorgeschlagen, den Rundfunkbeitrag ab 2017 um 30 Cent zu senken. Vom 26.-28. Oktober tagt die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) zu diesem Thema. Die Länderchefs müssen über den KEF-Vorschlag einstimmig entscheiden. Das Amt Medien und die Senatskanzlei in Hamburg haben im Juni Kürzungen für TIDE angekündigt. Die Senkung des Rundfunkbeitrags würde einen Teil der TIDE-Kürzungen mit sich bringen.

Ein weiterer Hintergrund der Kürzungen ist der Wegfall von bisherigen Anbieterabgaben an die Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MAHSH) ab 2017. Ab diesem Zeitpunkt wird die MAHSH rund eine Million Euro weniger Budget pro Jahr haben. TIDEs jährliche Fördersumme ist direkt und prozentual an das jeweilige MAHSH-Budget gekoppelt. Die Kürzungen führen so zwangsläufig zu Kürzungen bei TIDE. Die Details der Aufteilung des Rundfunkbeitrags regelt der Medienstaatsvertrag.

TIDE und die MAHSH sind von den Kürzungen nicht alleine betroffen: Auch der Offene Kanal Schleswig-Holstein, die Filmförderung Hamburg, das Hans-Bredow-Institut und die Hamburg Media School erhalten weniger Geld.

Die Folgen treffen TIDE allerdings heftiger als die anderen Institutionen, da die Miet- und Fixkosten (Sendeleitungen, Versicherungen etc.) unseres Senders im Verhältnis sehr hoch sind. Einsparungen in der geforderten Höhe von über 10% des Gesamtetats von ca. 1 Million Euro können nur dann umgesetzt werden, wenn man Personalkosten drastisch reduziert.

Ein Ziel war es also, die Politik davon zu überzeugen, dass TIDEs Fördergelder nicht unter ein kritisches Maß gekürzt werden dürfen. Auf der einen Seite musste politisch und behördlich alles ausgelotet werden, um zu sehen, wo zusätzliche Gelder für TIDE herkommen könnten. Das war und ist meine Aufgabe als Geschäftsführerin. Auf der anderen Seite musste politischer Druck durch die Mobilisierung von TIDE Produzent_innen und von TIDE-Zuhörer_innnen entstehen. Das übernahm der TIDE Betriebsrat im Namen von TIDE mit seiner Resolution an den Ersten Bürgermeister Olaf Scholz. Darin wurde er aufgefordert, gegen die Kürzungsvorschläge der KEF zu stimmen.

Auf der ersten Sitzung der Ministerpräsidentenkonferenz stimmten 10:6 Ministerpräsidenten gegen die Kürzungsvorschläge. Da Ablehnung, bzw. Zustimmung aber einstimmig erfolgen müssen, wurde die Entscheidung auf den Oktobertermin (26.-28.10.) vertagt.

Von Juni bis jetzt versuchte TIDE nun möglichst viele Petitionsunterstützer zu mobilisieren. Die Ausbildungsredaktionen von TIDE organisierten mehrere öffentliche Aktionen, um die Solidarität der Hamburger Bürger und Bürgerinnen für diese TIDE Petition zu gewinnen. Parallel dazu wurde von einigen engagierten Radioproduzent_innen eine Facebook-Seite zur Erhaltung des Radios lanciert und über die Hintergründe der Kürzungen berichtet. Nachdem die TIDE Petition abgelaufen war, wurde vonseiten dreier Radioproduzent_innen eine weitere Petition an alle Ministerpräsidenten geschickt. Diese Petition fordert mehr, als dass TIDE nicht gekürzt werden soll: Die gesamten Bürgermedien bundesweit sollen finanziell besser ausgestattet werden.

Ich habe als Geschäftsführerin auf politischer und behördlicher Ebene bislang zweierlei erreicht: Die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG) hat verbindlich zugesagt, dass sie ab 2017 ihren Mietzuschuss für TIDE um rund 30.000 Euro erhöhen wird. Das ist ein enorm wichtiger Erfolg, den wir unter anderem der Zweiten Bürgermeisterin Katharina Fegebank verdanken. Der zweite wichtige Schritt war die Zusage vom Amt Medien, dass TIDE prozentual gesehen mehr Geld zugeteilt bekäme als die anderen gekürzten Institutionen, sollten die Ministerpräsidenten den KEF-Vorschlag ablehnen. Das heißt: Im Amt Medien hat man verstanden, dass TIDE den Radiobereich nur halten kann, wenn unsere Förderung nicht unter eine kritische Grenze sinkt.

Nun liegt der Ball bei der MPK und ihrer Entscheidung Ende Oktober. Lehnt sie den KEF-Vorschlag ab, stehen die Chancen für TIDE gut, dass das Bürgerradio weiter senden wird. Der nächste Schritt für mich als Geschäftsführung von TIDE ist es dann sicherzustellen, dass das Amt Medien seine schriftliche Zusage im Medienstaatsvertrag entsprechend umsetzt.

Solange also die wichtig(st)en Entscheidungen noch ausstehen, sollten wir weiter möglichst viel politischen und öffentlichen Druck von TIDE, den Radioproduzent_innen und den Zuhörer_innen generieren und an die Politik weitergeben.

Der nächste Bericht von TIDE in eigener Sache kommt Ende Oktober – nach dem Treffen der Ministerpräsidentenkonferenz.

Wir hoffen, dass wir dann endlich Entwarnung geben und sagen können: Das Bürgerradio TIDE 96.0 sendet 2017 auf jeden Fall weiter. Und das haben TIDE, die Radioproduzent_innen und Zuhörer_innen durch den konzertierten Einsatz für den Erhalt des Bürgerradios  TIDE 96.0 gemeinsam geschafft.

Herzlich,

Claudia Willke (Geschäftsführung TIDE)

hörmöwe 2016 gewinner

Preisträger_innen der HörMöwe 2016

28.11.16 |  TIDE räumte beim Hörfunkpreis „HörMöwe" der Bürgermedien Hamburg und Schleswig Holstein am 26. November ab. Vier von fünf ersten Plätzen gingen an TIDE 96.0. 

Hier sind die Gewinner_innen im Überblick:

Classic
Preis für Interview, Reportage, gebauter Beitrag oder Kurzhörspiel 
Nikolai Prodöhl (TIDE 96.0) - Rollstuhlbasketball 

XXL
Preis für lange Hörfunkbeitäge: Feature, Hörspiel, Themsensendung 
Christoph Rothe (TIDE 96.0) – Die Themenshow 

TeamAward
Preis für medienpädagogische Projekte oder Gruppen 
Schnappfisch Redaktion (TIDE 96.0) – Typisch Altona 

Professionell
Preis für Auszubildende und Praktikanten der Bürgermedien 
Theresa Gessert (TIDE 96.0) – Frau Bokelmann liebt das Meer

Praktikum: Radio Ausbildungsredaktion

20.09.16 | Interviews führen, Beiträge produzieren, auf Sendung gehen: Lust auf ein Praktikum in der TIDE Radio-Ausbildungsredaktion? Bis Ende 2016 sind noch Plätze frei!

TIDE ist Hamburgs Communitysender und Ausbildungskanal. 
Gesellschaftliche Vielfalt, Stadtteilkultur und -politik bilden unsere thematischen Schwerpunkte. 

Training on the Job: Die Praktikant_innen der Radio Ausbildungsredaktion gestalten gemeinsam mit einer erfahrenen Redakteurin die Sendung TIDE aktuell. Sie bringen Themen in die tägliche Konferenz ein, recherchieren, führen Interviews, schreiben Manuskripte, produzieren eigene Beiträge und moderieren im Studio. Mikrofon, Audioschnittsoftware und die eigene Stimme sind das tägliche Handwerkszeug. 

Das Vollzeitpraktikum umfasst 40 Wochenarbeitsstunden, Praktikumsdauer bis zu drei Monate

Voraussetzungen: Abitur oder vergleichbarer Schulabschluss, hohe Motivation, Kontaktfreude, Teamfähigkeit, Interesse am Hamburger Stadtteilgeschehen und an gesellschaftlicher Vielfalt. Für Bewerber_innen mit einer anderen Muttersprache als Deutsch ist das Deutsch Zertifikat C1 gewünscht.

Bewerbungen mit Anschreiben, Angabe des gewünschten Praktikumszeitraums, tabellarischem Lebenslauf, Zeugnissen und sofern vorhanden Arbeitsproben bitte per Mail an Katrin Jäger

Weitere Infos: hier

Neu auf TIDE 96.0 

17.08.16 | Wege zum perfekten Job Die neue Sendereihe will praxisbezogene Anregungen und konkrete Tipps für mehr persönliches Glück im Beruf geben. Die Pilotfolge startet am Dienstag, den 23. August um 20 Uhr. 

In der ersten Ausgabe erläutern die beiden Produzenten, Dipl.-Psychologe Michael Kaiser und Dipl.-Kauffrau Sonja Intemann, wie die Idee zu dieser Sendung entstanden ist und welche Prinzipien die Planung der zukünftigen Beiträge leiten werden. Angesprochen sind alle, die sich in einer Festanstellung oder als Selbstständige nicht nur beruflich sondern auch persönlich weiterentwickeln möchten.

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Neu auf TIDE 96.0

14.07.16 | Im 360°-Magazin für Hamburg erzählen Kreative aller Couleur, wofür sie brennen. OFF THE RECORD #OnAir, jeden 4. Mittwoch im Monat um 8:00 Uhr auf TIDE 96.0.

Bei OFF THE RECORD #OnStage im uebel & gefährlich haben sie ein striktes Zeitlimit. Doch manche Geschichten benötigen mehr als 360 Sekunden, um auserzählt zu werden. Deshalb widmet sich OFF THE RECORD #OnAir einmal im Monat einem Menschen im Vieraugengespräch. Fotografen, Journalisten, Fotografen, Aktivisten, Künstler, Abenteurer und ganz „normale“ Hamburger kommen zu Wort, untermalt mit einer genreübergreifenden Musikauswahl.

Facebook | Mixcloud

Ringvorlesung der Universität Hamburg

12.07.16 | Wie wirkt die 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung? 
TIDE 96.0 dokumentierte die Vortragsreihe der Universität Hamburg. Diese fand statt vom 5. April bis 5. Juli 2016. Jeden Zweiten und vierten Mittwoch im Monat um 20 Uhr werden die Mitschnitte ausgestrahlt. Den ersten könnt Ihr am Mittwoch, den 13. Juli hören.

Mit der 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung bringen die Vereinten Nationen erstmals die für die globalen Herausforderungen relevanten Politikfelder zusammen. Die Vision ist, allen Menschen weltweit ein Leben in Würde zu ermöglichen. Wir könnten damit die erste Generation sein, die die weltweite Armut beendet - ebenso wie wir die Letzten sein könnten, die die Chance haben, den Planeten zu retten.

Kernelement sind 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals - SDG). In der Ringvorlesung stellen Politiker und Wissenschaftler ihre Sichtweisen auf die globale Entwicklung vor.
Damit die weltweiten politischen Ziele erreicht werden, muss es auch wirksame Veränderungen in Hamburg und Europa geben. Die Ringvorlesung soll vor allem die Herausforderungen der Umsetzung einer globalen Entwicklungspolitik ergründen.

Homepage | Videomitschnitte

A+ Show - Mode von Morgen

06.07.16 | Mode-Studenten und -Absolventen der renommierten Armgartstraße präsentierten am Samstag, den 9. Juli 2016 bei der A+ Show die Meisterwerke aus ihrem Schaffen.

Das Mode Event der Hansestadt Hamburg lud am 9. Juli 2016 in den Börsensaal der Handelskammer zur A+N°7 ein. 

In zwei Shows präsentierten die zukünftigen Modedesigner_innen der Stadt ihre Bachelor und Master Abschlusskollektionen auf dem neu inszenierten, vierfachen Laufsteg. Neben diesen werden auch aktuelle Semesterarbeiten aus der Armgartstraße gezeigt. 

Als Medienpartner ist TIDE mit der Kamera dabei. Den Mitschnitt könnt Ihr demnächst im TIDE.tv sehen.

Werner Färber

Neu auf TIDE 96.0

01.07.16 | Ungereimtheiten - Spaßlyrik von Werner Färber

Kleine Gedichte zum Schmunzeln und Nachdenken gibt es jeden Montag bis Freitag eine Minute vor 8 Uhr zu hören, und zwar zu den unterschiedlichsten Themen des Alltags: 

Montag: Traumberufe und Leidenschaften 
Dienstag: Gemischtes 
Mittwoch: Bei Hempels unterm Sofa
Donnerstag: Von fies bis böse
Freitag: Der abgeschlossene Kriminalfall
Und am Dienstag auch nochmal eine Minute vor 16 Uhr speziell für Kinder: Aus der Tierwelt von A bis Z.

Sendeplatz: Montag bis Freitag 07:59, Dienstag 15:59 

Start altonale und STAMP

30.06.16 | Es ist wieder soweit -  Am 1. Juli startet die 18. altonale. Dieses Jahr mit einer bedeutenden Neuerung: Die beiden Kulturfestivals altonale und STAMP finden zusammen statt. Als Medienpartner ist TIDE vor Ort, Ihr auch?

Das internationale Festival der Straßenkünste, STAMP, wird den Anfang machen und den Festivalzyklus einläuten, der in diesem Jahr vom 1. bis 17. Juli läuft. Das diesjährige Motto „Flucht und Hoffnung“ zeigt sich in vielen Veranstaltungen der altonale18. Das gesamte Programm findet Ihr hier.

Rettet das Hamburger Bürgerradio!

14.06.16 | Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
dem Hamburgischen Bürger- und Ausbildungskanal TIDE drohen 2017 massive Kürzungen. Diese entstehen auch durch Entscheidungen des Hamburger Senats. Deshalb bitten wir Sie darum, TIDE in zwei Anliegen zu unterstützen...

Das Bürgerradio TIDE 96.0 ist bei Senkung des Rundfunkbeitrags gefährdet. Daher zählt jede Unterschrift! Hier geht es zur Onlinepetition.

Werkinterview Filmkunst

09.06.16 | TIDE präsentiert zehn Werkinterviews mit Filmemacher_innen, die das Filmgeschehen beeinflusst haben: Thomas Struck, Monika Treut, Franz Winzentsen, Brigitte Krause, Jens Huckeriede, Helmut Herbst, Christian Bau, Andy Hertel, Peter Sempel, Hermine Huntgeburth, Volker Einrauch und Lothar Kurzawa. 

Ausstrahlungstermine:

- Franz Winzentsen: 5. Juni 2016 um 21:15 Uhr
- Monika Treut: 11. Juni 2016 um 21:15 Uhr
- Thomas Struck: 19. Juni 2016 um 21:15 Uhr
- Josefine: 26. Juni 2016 um 21:15 Uhr
- Jens Huckeriede: 3. Juli 2016 um 21:15 Uhr
- Brigitte Krause: 10. Juli 2016 um 21:15 Uhr
- Helmut Herbst: 17. Juli 2016 um 21:15 Uhr
- Andy Hertel: 24. Juli 2016 um 21:15 Uhr
- Christian Bau: 31. Juli 2016 um 21:15 Uhr

Die Playlist findet Ihr hier: http://bit.ly/219KUpn

Das Buch zu Werkinterview Filmkunst

03.02.16 | TIDE präsentiert das erste Buch zur Reihe Hamburger Film- und Fernsehgeschichte unter dem Titel „Hamburger Filmemacher_innen im Gespräch. Werkinterview Filmkunst“.

Das Buch basiert auf den Interviews aus der TIDE-Sendereihe Werkinterview Filmkunst und der daraus resultierenden Ausstellung FilmKunstKabinett aus dem Jahr 2014. Darin dokumentiert TIDE die Werke von zehn Hamburger Filmemacher_innen und gibt einen Einblick in die Zeit des filmisch-künstlerischen Aufbruchs der 70iger und 80iger Jahre in Hamburg.

Nicht nur Oberhausen hatte ein Manifest, mit dem sich Filmemacher_innen in den 60er Jahren zu Wort meldeten. In Hamburg stießen 1979 Wim Wenders, Hark Bohm, Werner Herzog und Reinhard Hauff mit ihrer “Hamburger Erklärung” die Gründung des Hamburger Filmbüros an und öffneten damit die Möglichkeit für ein ganz spezielles Filmschaffen, das sich bis heute durch seine narrative Vielfalt und ästhetische Radikalität auszeichnet.

“Viele dieser Hamburger Filme und Videoexperimente sind zu Unrecht in Vergessenheit geraten. Wir wollen diesen Schatz wieder ins öffentliche Bewusstsein hieven.” sagt Claudia Willke, Chefredakteurin von TIDE. “Werkinterview Filmkunst“ und das „FilmKunstKabinett“ holten die spannendsten Arbeiten aus der Verschüttung. Das Buch öffnet nun den Zugang zu den Werkinterviews außerhalb des bewegten Bildes. Allein die Namen funkeln wie eine Perlenkette der Hamburger Filmgeschichte: Thomas Struck, Monika Treut, Franz Winzentsen, Brigitte Krause, Jens Huckeriede, Helmut Herbst, Andy Hertel, Peter Sempel, Christian Bau, Hermine Huntgeburth, Volker Einrauch und Lothar Kurzawa.

Nun ist das Buch „Hamburger Filmemacher_innen im Gespräch. Werkinterview Filmkunst“ im AVINUS Verlag als Ergänzung zu den Filmen erschienen.

Das Buch ist hier erhältlich.

100 Jahre, Hundert Geschichten

14.01.16 | Darf man vorstellen: Hamburgs Babyfabrik. Tamara Wackernagel hat in ihrer Reportage auf TIDE 96.0 darüber berichtet. Das und viel mehr, gibt es jetzt auch zum Nachlesen. Das Buch "100 Jahre, Hundert Geschichten" wirft einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der ehemaligen Klinik. Ehrlich, authentisch und vor allem überraschend ...

Finkenau 35, ehemalige Frauenklinik und heutiger Kunst- und Mediencampus Hamburg, feierte das 100. jährige Bestehen. Das war im Jahr 2014. Anlässlich dazu, veranstaltete TIDE eine Hörstation in den geschichtsträchtigen Gemäuern. Zu hören war Tamara Wackernagels Feature 'Hamburgs Babyfabrik'. Wo früher mehr als eine Viertelmillion Babies das Licht der Welt erblickten, rufen heute kreative Köpfe neue Ideen ins Leben. „100 Jahre, Hundert Geschichten“, das Buch zur Historie, erzählt beherzt Anekdoten aus dem ehemaligen Klinikalltag. Was haben Schwangerschaftstests mit Kröten zu tun? Und welche politische Berühmtheit wurde in der Finkenau-Klinik geboren? Alles zum Nachlesen, gibt es ab sofort inklusive CD zum Hörspiel in ausgewählten Buchhandlungen oder direkt bei der HAW.