So war mein Praktikum bei TIDE

Ob drei Wochen Schülerpraktikum in der Radioredaktion, sechs Monate beim Fernsehen oder ein Jahr in der Technik: Wer bei TIDE ein Praktikum macht, lernt viel und hat einiges zu erzählen.

Praktikumsbericht von Philipp Sydow

Praktikumsbericht von Philipp Sydow

Wie ich zu TIDE gekommen bin? – Zufall. Ich hatte gerade die Berufsfachschule abgeschlossen und wollte unbedingt „Was mit Medien“ machen. Da ich schon immer viel mit Radio zu tun hatte, habe ich dann einfach mal nach Radiojobs gesucht. Meine Suche verlief ziemlich erfolglos. Aber dann bin ich irgendwann auf TIDE gestoßen. 

Ich habe mich dann einfach für die Stelle als „Jahres-Kurzauszubildener“ in der Radioredaktion beworben. Kurz darauf kam es dann auch schon zum Vorstellungsgespräch, das ich mit gemischten Gefühlen verließ. Um ehrlich zu sein, dachte ich danach nicht, dass ich die Stelle kriegen würde. Umso überraschender war es für mich, als dann die Zusage kam. Das Jahr, das dann folgte, verging wie im Flug. Ich habe unfassbar viel gelernt. Von der Moderation einer Sendung, über Audio-Bearbeitung, bis hin zur Live-Moderation war alles dabei. An Arbeitsproben fehlt es mir auf jeden Fall nicht. Was ich besonders genossen habe, war die Arbeit im Team. Ich habe unglaublich viele neue, nette Leute getroffen. Ich kann nur sagen, dass ich jeden Morgen gerne zu TIDE gegangen bin – Danke!

Juli 2016

Theo Wiechmann

Praktikumsbericht von Theo Wiechmann

Eigentlich war es mehr ein Zufall, dass ich bei TIDE gelandet bin. Als das Jahr 2014 zu Ende ging, neigte sich auch mein damaliges Praktikum dem Ende und meine Zukunft war noch ungewiss. Ich wusste, irgendetwas mit Medien soll es sein. Aber was genau, da war ich ratlos.

"...irgendwas mit Medien"
Ein paar Tage vor Weihnachten bekam ich von meinem damaligen Arbeitgeber eine E-Mail weitergeleitet. Diese stammte von einem gewissen Peter Gehlsdorf, Leiter der TIDE Radio Bürgerredaktion. In der E-Mail stand, dass die TIDE Radio Sendeabwicklung dringend einen neuen Praktikanten ab Januar sucht. „TIDE?“ fragte ich mich, ist das nicht dieser komische Fernseh- und Radio Sender auf den hinteren Kanälen? Aber mein alter Arbeitgeber, der selbst Produzent im TIDE Radio ist, versicherte mir, dass es bei TIDE richtig gut sei. Also warum nicht? Bewerbungsmail geschrieben und zwei Tage später schon das Bewerbungsgespräch und eine Woche später konnte ich zum Jahresbeginn anfangen.

Und TIDE ist bei Weitem mehr als der komische Fernseh- und Radiosender. Wer hier Praktikant ist, ist ein vollwertiges Mitglied. Die Stimmung bei TIDE ist einfach jeden Tag gut. Gleich von Anfang an duzt man sich untereinander und man wird von jedem mit Respekt und Freundlichkeit behandelt. Und noch jede so doofe Frage, wird mit Ruhe und Gelassenheit von den Erfahrenen beantwortet.

Der Radio-Sendebetrieb
Die Sendeabwicklung an sich ist überraschend vielfältig. Das wohl größte Aufgabengebiet ist die, wie der Name ja sagt, Abwicklung des Sendebetriebes. Als Praktikant ist man für den reibungslosen Ablauf des Radios zuständig. Das heißt zum einen die Anmeldungen für jede einzelne Sendung zu bearbeiten. Und davon gibt es immerhin um die 70 die Woche! Zum anderen muss man das Radio programmieren. Dafür arbeitet man mit dem Sendeabwicklungssystem d’accord, welches extra für Radios entwickelt wurde. Man legt Sendepläne an, fügt Musik und Jingles ein, kontrolliert und digitalisiert die Sendungen und überprüft zum Schluss, ob man auch keinen Fehler gemacht hat. Denn auch nur ein kleiner Fehler könnte dazu führen, dass eine Live-Sendung plötzlich nicht mehr zu hören ist oder eine Vorproduktion nicht gespielt wird.

Daneben spricht man als Sendeabwickler auch die stündlich stattfindenden Programmvorhersagen ein und schneidet sie anschließende zurecht. Und selbst, wenn man vorher noch nie vor einem Mikro stand, auch hier wird man rangeführt und schnell hat man den Dreh raus, wie man richtig betont und seine Stimme nutzt.

Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Kundenbetreuung. Oft rufen Produzenten mit Fragen oder kurzfristigen Planänderungen an oder einfach nur um ein kleines Pläuschchen zu halten. Die können einem richtig ans Herz wachsen. Ebenfalls gibt es Zuhörer, die nach Sendungen oder bestimmten Musiktiteln fragen und Feedback geben wollen.

Auch hilft man Produzenten und Neueinsteigern im Radio bei der Studiotechnik. Man erklärt ihnen wie die TIDE-Studios funktionieren und fährt ganze Sendungen, wenn mal Not am Mann ist. Man selber lernt schnell wie dieses Ungetüm aus Kabeln, Mikrophonen und blinkenden Knöpfen funktioniert.
Doch man hängt nicht nur in seinem Bürostuhl rum. Ab und zu gibt es Außenproduktionen, die man mitschneidet oder die live überträgt. Dies geht von der Talkrunde bis hin zum Konzert. Man sitzt dann selbst am Mischpult und kümmert sich darum, dass alles gut klingt.

Wie schnell die Zeit vergeht
Alles in allem ist TIDE ein toller Laden für Neulinge und auch schon Erfahrene, um in die Medienwelt einzusteigen. Man lernt unfassbar viel in sehr kurzer Zeit. Man bekommt viel Verantwortung übertragen, hat aber immer einen Experten, der einem den Rücken stärkt. Die drei Monate Praktikumsdauer sind unfassbar schnell vergangen. Ich habe viele tolle Menschen kennengelernt und bin mir mittlerweile sicher, dass ich in diese Richtung weitergehen werde. TIDE war eine Erfahrung, bei der ich wirklich froh bin, sie gemacht zu haben.

David Hock

Praktikumsbericht von David Hock

Ich heiße David Hock und komme aus Pinneberg in Schleswig-Holstein. Bei TIDE habe ich ein Schülerpraktikum gemacht und drei sehr intensive und lehrreiche Wochen im Sender verbracht.

Für das Wirtschaftspraktikum von meiner Schule sind eigentlich nur zwei Wochen vorgesehen. Die Leiterin der Radio Ausbildungsredaktion Katrin Jäger riet mir aber, mich um eine dritte Woche zu bemühen. Ansonsten hätte ich nach zwei Wochen das Gefühl, es hätte erst angefangen. Sie sollte Recht behalten. In nur 15 Tagen fühlte ich mich in als ein vollwertiges Mitglied der Redaktion. Vom ersten Tag an produzierte ich Beiträge, lernte alle wichtigen Arbeitsschritte kennen und profitierte unheimlich von Katrins Ratschlägen. Das Motto „Learning by doing“ wird hier tatsächlich gelebt. Niemand verlangte von mir, hundertprozentige Professionalität abliefern zu müssen. Stattdessen wurde mir eine Menge Radio-Kompetenz vermittelt, so dass ich mich bei meinen letzten Beiträgen deutlich erfahrener fühlte.

Für mich persönlich spielte ein durchweg positiver Umgang mit meinen körperlichen Einschränkungen eine wichtige Rolle. Im Redaktionsraum legte man mir Tastatur und Maus auf den Boden, sodass ich selbständig mit meinen „Händen“, den Füßen, arbeiten konnte. Sogar im Studio konnte ich mir den Tisch auf eine passende Höhe stellen. Vom ersten Tag an spürte ich keinerlei Barrieren, mich hier entfalten zu dürfen, nicht nur aufgrund der genannten technischen Voraussetzungen, sondern vor allem durch offene Kolleginnen und Kollegen, die sich darauf einließen, dass die Dinge bei mir nun mal etwas anders funktionieren.

Sara Stigge López

Praktikumsbericht von Sara Stigge López

Ich heiße Sara Stigge López und bin 25 Jahre alt. Meine Heimatstadt Terassa liegt in der Nähe von Barcelona.

Nach meinem Journalismus Studium war ich erst bei unserem Lokalsender und später bei Ràdio Flaixbac in Barcelona. Dann bekam ich ein EU Stipendium für ein halbes Jahr in Deutschland. Ich habe mich bei TIDE beworben, weil der Kanal keinen Mainstream sendet. Das fand ich spannend. Und dann ging alles ganz schnell. Gleich am zweiten Tag nach meiner Ankunft in Hamburg saß ich im Sender und sollte eigene Beiträge produzieren. Den Weg zur Arbeit kannte ich bald besser als den zum nächsten Supermarkt. Das war ein Sprung ins kalte Wasser - sehr erfrischend!
Die Leute aus der Radio Ausbildungsredaktion haben mich sehr beeindruckt. Wir arbeiten zu 100 Prozent im Team. Jeden Tag kritisieren wir gegenseitig unsere Beiträge. Das sehe ich als eine Chance. Und dadurch habe ich sehr viel gelernt. Jetzt kann ich Ideen auf den Punkt bringen, was mir vorher immer schwer fiel. Katrin Jäger, unsere Redaktionsleiterin, überlässt uns viel Verantwortung. Wir müssen täglich die Sendung TIDE aktuell füllen. Von der Idee, über die Aufnahme, bis zum Schnitt machen wir alles selbst. Dabei achtet Katrin darauf, dass wir die journalistischen Formate einhalten. Das ist alles viel Arbeit, aber ich sehe es als Motivation, gute Beiträge zu machen. Und das Beste ist einfach das Team. In der Redaktion habe ich Freunde gefunden.
Ich bin neugierig und habe Lust kreativ zu arbeiten. Meine Themen finde ich auf der Straße. Es ist spannend die Menschen zu fragen, was sie machen und was sie denken.
Was nach TIDE auf mich zukommt, weiß ich noch nicht. Derzeit versuche ich noch herauszufinden, in welche Richtung der Wind weht.

Dezember 2014

Yampier Aguiar Durañona

Praktikumsbericht von Yampier Aguiar Durañona

Mein Name ist Yampier Aguiar Durañona. Ich bin 31 Jahre alt und komme aus Kuba. Bei TIDE gefällt mir die Teamarbeit. Hier gibt es viel Menschlichkeit.

Trotz Stress haben wir in der Redaktion eine super Stimmung. Es ist uns wichtig die Laune aufrecht zu erhalten. Wir sind nicht nur Arbeitskollegen. Wir haben diese Grenze übersprungen und sind Freunde geworden. Das Redaktionsteam ist für mich wie eine Familie. Ich bin insgesamt ein Jahr bei TIDE und jetzt wird es schwer sein sich zu trennen. Auch weil ich noch ein paar Projekte am Laufen habe. Jeder sollte TIDE als Communitysender nutzen. Du brauchst nur ein gutes Konzept und dann kannst Du mitmachen. Das ist eine Chance für jeden, der gerne Radio oder Fernsehen machen will. Ich bin durch eine Mitfahrgelegenheit auf TIDE gekommen. Ein Techniker aus der Medienbranche hat mich nach Berlin mitgenommen. Ich habe ihm erzählt, dass ich Radio in Kuba gemacht habe und jetzt was in Deutschland suche. Ich hatte mich für den schwierigen Weg entschieden: Radio auf Deutsch machen. Der Fahrer hat mir von TIDE erzählt. Und dass TIDE auch offen für andere Kulturen ist. Dann war ich bei TIDE und habe gesagt: Da bin ich, wollen wir was zusammen machen?
Für ein Praktikum hier im Sender musst du vor allem Lust haben etwas zu machen. Tener ganas de hacer, sagen wir in Kuba. Ich glaube das reicht. Selbst wenn du vorher nicht wusstest, was ein Mikrofon ist. Nach einer Woche kannst Du Beiträge produzieren. Du musst dich drauf einlassen und sagen, ich mache mit!
Die Sender in Kuba haben weniger Geld. Aber sie produzieren schneller. Das Problem ist, man darf nicht alles senden. Hier ist es anders. Es gibt keinen politischen Filter.
Durch mein Praktikum bei TIDE habe ich gelernt besser Deutsch zu sprechen. Aber nicht nur das. Die Kurse der TIDE Akademie sind Klasse!
In Kuba habe ich während und nach der Uni drei Jahre Radio gemacht. Aber das TIDE aktuell Magazin ist einfach - „Wow!“. Super vielfältig. Ich habe viel über andere Kulturen gelernt. In allen möglichen Formaten durfte ich senden. Sogar ganze Sendungen füllen mit Talks oder dem Musik Spezial. Längere Formate sind jetzt meine Spezialität.
Dann durfte ich unsere Radaktionsleiterin Katrin vertreten. Als ‚Chef vom Dienst‘ sammelt man Ideen und leitet die tägliche Konferenz. Ich habe die Kollegen zum Arbeiten gebracht. Die Möglichkeit die Redaktion zu führen war super. Du stehst morgens auf und hörst im Radio das, was man zusammen geschafft hat. „Das ist mega!“

Dezember 2014

Océane Hassé

Praktikumsbericht von Océane Hassé

Océane Hassé war sechs Monate lang in der Radio Ausbildungsredaktion (2013/2014)

Am Anfang war ich ein bisschen ängstlich. Ich bin Französin und fürchtete, das Praktikum in der Radio Ausbildungsredaktion nicht zu schaffen, da ich keine Muttersprachlerin bin. Aber wegen der sehr guten, freundlichen Stimmung habe ich mich schnell wohl gefühlt.

Um mich sicherer zu fühlen, habe ich erst einmal sehr einfache, kurze Beiträge produziert. Im Laufe des Praktikums war ich bei sehr interessanten Veranstaltungen. Eine meiner ersten Erfahrungen hat mir besonders gut gefallen: Meine erste Reportage am Tag der offenen Tür beim Dialog im Dunkeln. Allerdings habe ich dabei auch verstanden, dass es für die Presse doch nicht nur offene Türen gibt: Obwohl die Medien eingeladen waren und wir uns als Berichterstattende angemeldet hatten, sollten wir nun nicht mit dem Mikro in die Räume. Seltsam.

Ich bin es von der Uni her gewohnt, mit Deadlines und unter Druck zu arbeiten. Also habe ich es bei TIDE auch ziemlich gut geschafft. Das Praktikum hat mir Spaß gemacht und ich fand es wirklich gut, weil ich kreativ sein konnte. Manuskripte schreiben war nicht immer einfach, vor allem, wenn ich gerade nicht inspiriert war oder nicht die passenden Worte auf Deutsch gefunden habe. Das war ziemlich frustrierend. Einsprechen hat mir richtig Spaß gemacht und die Übungen während des Sprechtrainings waren dienlich. Ich merke die Fortschritte, die ich im Verlauf des Praktikums gemacht habe.

Auf mein Abschlussprojekt bin ich ziemlich stolz. Das Thema Prostitution ist kein einfaches Thema und man muss davor sehr viel darüber lesen oder häufig mit den Menschen sprechen, um etwas Interessantes rauszuziehen. So viel Zeit hatte ich nicht, aber ich habe mein Bestes gegeben, und darauf bin ich stolz.

Ich habe einige Kurse der TIDE Akademie besucht, wie zum Beispiel den Kurs 'Sprechen vor dem Mikrophon' mit Wolfgang Krömer. Die Kurse waren sehr hilfreich für das Praktikum und für meine Zukunft, da ich im Bereich Kommunikation arbeiten möchte.

TIDE ist nicht nur ein TV- und Radiosender. TIDE - das heißt auch feiern. Ich finde es richtig Klasse, dass TIDE Veranstaltungen wie eine Weihnachtsfeier oder Filmpreisverleihungen organisiert. So lernt man die Kollegen und Kolleginnen besser kennen und kann die Beziehungen untereinander pflegen. Ich hoffe, dass mein dreiviertelstündiger Beitrag "Im Schatten des Rotlichts" einen Radiopreis gewinnen wird.

Allen Leuten von TIDE sage ich "danke!". Die Beiträge meiner Kolleg_innen aus der Radio Ausbildungsredaktion werde ich auch aus der Ferne hören: entweder per Livestream oder mit der App radio.de.

Océane Hassé, April 2014

Alex Schmelzer

"Schön und lehrreich" - Interview mit Alex Schmelzer

Alex Schmelzer erzählt im Interview mit Bryan Simanjuntak von seinem mehrmonatigen Praktikum in der Radio Ausbildungsredaktion (2012/2013).

Eine schöne und lehrreiche Zeit sei die Zeit als Praktikant in der TIDE aktuell Redaktion gewesen, erzählt Alex Schmelzer. Sein Tipp für kommende Praktikant_innen: Neugier, Interesse an Politik und Gesellschaft, keine Angst vor Interviews und ein bisschen technisches Verständnis - und dann loslegen! Hier können Sie das ganze Interview mit Alex Schmelzer als mp3 anhören.

Radio Redaktion

Nett aufgenommen

Ben Zickmann war drei Wochen Schülerpraktikant in der Radio Ausbildungsredaktion.

Ein Interview mit Ben Zickmann über seine Zeit als Schülerpraktikant bei TIDE aktuell als mp3.