TIMBÓ FM


25. August 2009: Der Hamburger Stadtsender TIDE weiht die Ausstellungswände seines neuen Funkhauses ein und präsentiert Impressionen vom putzmunteren Bürgerfunk in Uruguay. Die ausgestellte Foto-Reportage des deutschen Journalisten und Fotografen Albrecht Girle zeigt die „Gesichter und Geschichten hinter dem Radio“ von TIMBÓ FM. Eröffnung ist Montag, 31. August 2009, um 18:00 Uhr.


Die Bürgerfunk-Station TIMBÓ FM hat quasi die Monopolstellung in der tagesaktuellen Lokalberichterstattung der Provinz-Hauptstadt San José de Mayo. Denn die lokalen Dudelfunk-Stationen des kleinen süd- amerikanischen Landes Uruguay sind fast alle in den Händen von Großgrundbesitzern und die staatliche Hörfunkberichterstattung kommt aus der fernen Hauptstadt.

Radio TIMBÓ FM ging 2004 als „Piratensender“ on Air, denn bis Ende 2007 sendeten freie Radios in Uruguay illegal. Erst mit einem Gesetz der neuen Mitte-Links-Regierung wurden sie ein anerkannter Teil der Medien-landschaft. Zuerst nur widerwillig wuchs das Vertrauen gegenüber TIMBÓ FM in der Öffentlichkeit. Heute ist der Sender, der weder Gehälter bezahlt noch Werbeeinnahmen bekommt, in San José der einzige Kanal, der frei von Parteien, Kirchen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten lokale Informations- und Kommunikationsprogramme ausstrahlt.

Der deutsche Journalist und Fotograf Albrecht Girle begleitete als teilnehmender Beobachter die Radiomacher von TIMBÓ FM im Juni und Juli 2009 mit seiner Fotokamera: „Ich war fasziniert von den Menschen, die wie selbstverständlich unter den einfachsten Bedingungen Wege finden, sich mitzuteilen und dabei selber wachsen, indem sie für die Allgemeinheit Leistungen erbringen“.


Albrecht Girle und TIDE freuen sich - am Montag, 31. August 2009, um 18:00 Uhr - die Gäste der Fotoausstellung „Gesichter und Geschichten hinter dem Radio“ von TIMBÓ FM im neuen TIDE-Funkhaus begrüßen zu können.