HörMöwe 2020

Der Hörfunkpreis der Bürgermedien Hamburg und Schleswig-Holstein

Die HörMöwe wurde am 14. November 2020 zum 21. Mal vergeben.

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Schüler*innen räumen beim Radiopreis “HörMöwe 2020” ab

Mit dem Preis “HörMöwe 2020” sind am 14. November 2020 im Rahmen einer Online-Veranstaltung im TV-Studio von Hamburgs Bürgersender TIDE ehrenamtliche Radiomacher*innen aus Hamburg und Schleswig-Holstein in fünf Kategorien geehrt worden. Es sei großartig, dass engagierte Bürgerinnen und Bürger das Medium Radio mit Leben füllen, sagte Hamburgs Kultursenator Dr. Carsten Brosda in einer Video-Grußbotschaft zu Beginn. “Die Demokratie hat einen Mund und dieser Mund ist das Radio”, zitierte Brosda sinngemäß den Schriftstelle Alfred Döblin. In Deutschland gebe es mit den Bürgersendern eine Struktur, die das Radio nicht nur den Profis überlasse, sondern auch Bürgerinnen und Bürger einlade, sich Gehör zu verschaffen, so der Kultursenator.

Diese Möglichkeit nutzen auch ganz junge Radiomacher*innen und wurden dafür bei der “Hörmöwe 2020” ausgezeichnet. Etwa in der anspruchsvollen Kategorie “Fiktional”, in der sich eine Grundschulklasse gegen die Konkurrenz der Erwachsenen durchsetzte. Die Klasse 4a der französischen Schule in Hamburg gewann den mit 300 Euro dotierten Preis für das Hörspiel “Spur der Vergangenheit”. Unter der Begleitung ihrer Lehrerin Pascale Parwulski erzählen die Grundschüler*innen die Geschichte von Felix und Alice, die mit einer Zeitmaschine verschwunden sind und von ihren Klassenkameraden in der Zeit gesucht werden. Dabei begegnen die Gruppen zahlreichen Berühmtheiten wie Leonardo da Vinci oder Erich Kästner. “Die Produktion vermittelt das Gefühl von Geschichte auf eine ganz andere Art: Liebevoll inszeniert und szenisch aufwendig umgesetzt, mit viel Engagement eingesprochen und gut produziert”, begründete die Jury ihre Entscheidung.

Trotz schwieriger Bedingungen im Corona-Jahr produzierte eine Hamburger Schülerinnen während ihres Praktikums in der Jugendredaktion “SchnappFisch” eine eigene Radiosendung und wurde dafür ebenfalls mit einer “HörMöwe” in der Kategorie “Junior” belohnt. Marwa recherchierte zu Hilfen bei Gefahren im Internet und kann sich nun über 200 Euro Preisgeld freuen.

In den Kategorien “Journalistischer Beitrag”, “Aircheck” und “Wortreich” wurden jeweils eine “HörMöwe” nach Schleswig-Holstein und Hamburg vergeben, von der jede mit 200 Euro dotiert ist. In “Journalistischen Beitrag”, in dem Interviews, Reportagen, gebaute Beiträge oder Umfragen bis zu einer Länge von etwa 15 Minuten eingereicht werden konnten, wurden ausgezeichnet: Die Kielerin Malina Rudolph für das Portrait “Krebsgesellschaft Schleswig-Holstein” sowie der Hamburger Nikolai Prodöhl für seine Sendung „Die guten News der Woche“.

Gelungene Moderationen und Talks wurden in der Kategorie “Aircheck” ausgezeichnet: Zum einen erhielten Farina Walter, Madita Lienhart und Erik Wildfang mit „KielTOP“ und zum anderen Marlen Lutz und Timo Remmers (Hamburg) für ihre Sendung „Heavy Veddel - Mother Tongue“ Preise.

Die Kategorie “Wortreich” setzte sich mit monothematische Sendungen und Audioprojekten auseinander. Hier ging eine “HörMöwe” an Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard aus Nordfriesland für die Sendung „Seelenfutter: Von stürmischen Winden und feurigen Lippen“. Der Hamburger Jürgen Irlbacher gewann mit „Black Coffee Break - Special against Racism“.

Die “HörMöwe” wurde in diesem Jahr zum 21. Mal vom Offenen Kanal Schleswig-Holstein und Hamburgs Bürgersender TIDE vergeben. In die diesjährige Hauptjury waren die ehemalige NDR-Hörfunk-Chefredakteurin, Claudia Spiewak, der stellvertretenden Direktor der Landeszentrale für politische Bildung in Hamburg, Dr. Jens Hüttmann und der Dozent für Multimedia Production an der FH Kiel, Oliver Ujc, berufen worden. Die Aufzeichnung der Live-Sendung, die Petra Görner moderierte, ist unter https://youtu.be/zx2TOx4EHLA abrufbar.

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